WORKSHOP

Nietzsches Philosophie des Wissens im Kontext des 19. Jahrhunderts
Technische Universität Berlin 22. Januar 2010

Nietzsche ist, bei aller selbst attestieren Unzeitgemäßheit, auch „ein Kind seiner Zeit“. Seine Philosophie entsteht im Jahrhundert des rasanten Aufstiegs der Wissenschaft als Instrument der praktischen und theoretischen Gestaltung der Welt. Hieran hat Nietzsche lebhaften Anteil genommen. Auch wenn er seinen Plan, selbst ein naturwissenschaftliches Studium aufzunehmen, nicht umgesetzt hat, verfolgt Nietzsche die Entwicklung der neuen Wissenschaften sehr interessiert. Seine Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Debatten findet in vielerlei Hinsicht produktiven Niederschlag in seinem Werk: Die Spannbreite reicht von einzelnen Ideen, die ohne die physikalischen und biologischen Grundlagen seiner Zeit nur schwer zugänglich werden bis hin zu seinem Konzept der „Experimentalphilosophie“, in dem die neue Auffassung von Wissenschaft tiefe Spuren hinterlassen hat. Auch die Entwicklungen in der Geschichts- und Sprachwissenschaft oder der Logik haben Nietzsches eigenes Denken nachhaltig beeinflusst.

VORTRÄGE

  • Prof. Dr. Gregor Schiemann: Die Entdeckung der 'Irrtümlichkeit'. Zum Wandel der Wissenschaftsauffassung im 19. Jahrhundert
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  • PD Dr. Dirk Solies: Spuren der zeitgenössischen Biologie und Naturphilosophie bei Nietzsche
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  • Nikolaos Loukidelis: Nietzsches Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Logikern
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  • Dr. Sören Reuter: Nietzsche und die Sinnesphysiologie und Wahrnehmungstheorie
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  • Dr. Pietro Gori: On the Use of History for Science. Nietzsche and Mach against Mechanism
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  • Dr. Helmut Heit: Nietzsches Wissenschaftsphilosophie im Kontext des Age of Science
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  • Veranstaltungsplakat

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